Eine gute Anlaufstelle für Gründer ist in jedem Fall die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW mit Sitz in Frankfurt am Main. Ursprünglich 1948 gegründet mit dem Ziel, die deutsche Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen, stellt sie nun zinsgünstige Kredite an Häuslebauer, Existenzgründer, zur Sanierung von Gebäuden und zur Finanzierung von Ausbildung und Studium zur Verfügung. Darüberhinaus ist die Bank auch Geldgeber für kommunale Investionen und u.a. an der Entwicklungszusammenarbeit beteiligt.
Für den Mittelstand und für Existenzgründer stehen dabei eine Vielzahl von Förderprogrammen zur Verfügung. Aus welcher Branche man kommt, ist dabei ganz egal. Gefördert wird jede Form von Handel, Retail, Onlineshop, genauso wie Freiberufler oder auch Handwerker. Es gibt kleine Darlehen, die kein Eigenkapital erfordern, aber auch große Kredite, mit der die eigene Eigenkapitalbasis gestärkt werden kann.
Besonderheit bei der KfW Bank: der Antrag ist stets über die eigene Hausbank zu stellen. Die weitere Abwicklung später übernimmt dann die KfW Bank.
Normalerweise haftet die Hausbank gegenüber der KfW vollständig für Rückzahlung eines Darlehens. Ohne Sicherheiten wird die Hausbank in den meisten Fällen Existenzgründern keinen Kredit vermitteln können. Gerade in den Programmen der KfW zur Existenzgründung ist daher meist eine Haftungsfreistellung enthalten – bei einigen Förderprogrammen wird so die Hausbank vollständig, bei anderen Programmen teilweise von der Haftung gegenüber der KfW befreit. So steigt die Bereitschaft der Hausbank zur Kreditvergabe. Bei der Haftungsfreistellung wird das Ausfallrisiko mit Mitteln der Europäischen Union abgesichert.